Beckenbodenschwäche und Inkontinenz

Beckenbodenschwäche entsteht neben dem Alter meist durch Schwangerschaften (zum Beispiel durch einen Dammschnitt bei der Geburt) Übergewicht, ständige Fehlhaltungen, chronischen Husten, durch Bindegewebe-schwäche, nach Operationen und durch falsche Ernährung. Darum ziehen sich die Beschwerden quer durch alle Altersklassen und treten insbesondere bei Frauen, aber auch bei Männern durch Prostata-Probleme auf.

Die verschiedenen Arten der Inkontinenz

Es gibt verschiedene Arten der Inkontinenz und verschiedene Schweregrade. Die Schwäche der Harnblase kommt in erster Linie bei Frauen in den Wechseljahren vor und entsteht aufgrund des Schwundes der Schleimhaut der Scheide und Harnröhre. Der Östrogenmangel spielt hier eine große Rolle. Eine Frau ist dreifach betroffen: Zur Zeit der Schwangerschaft, nach der Geburt und nach der Menopause. Besonders gefährdet sind Frauen, die eine natürliche Geburt hatten, da bei der Geburt die Becken-bodenmuskulatur verletzt oder geschwächt werden kann. Man spricht bei diesen Fällen von

  • Stress- oder Belastungsinkontinenz. Auch gibts es
  • die Dranginkontinenz,
  • die gemischte Inkontinenz (eine Kombination aus Stress- und Dranginkontinenz),
  • die Überlaufinkontinenz und
  • die Reflexinkontinenz.
  • Ein Sonderfall ist das Einnässen beim Kind.

Früher hat man schwache Beckenmuskulatur und Inkontinenz als den natürlichen Begleiter des höheren Alters betrachtet und man ist wegen des Schamgefühls auch nie zum Arzt gegangen.

Nach den neuesten Angaben – leiden heute rund 5 Milionen Menschen in Deutschland an Inkontinenz. Die Hemmschwelle, sich sachkundige Hilfe oder Rat einzuholen und sich an Ärzte, Angehörige oder Selbsthilfegruppen zu wenden, ist seit vielen Jahren unverändert hoch und gerade einmal die Hälfte der Betroffenen macht davon Gebrauch.

Inkontinenz ist jedoch nicht ausschließlich ein Leiden älterer Menschen, sondern auch ein wichtiges Thema im Leistungssport und in körperlich belastenden Berufen.

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