Falsche Haltung schwächt die Beckenbodenmuskeln

Man merkt es nicht wirklich wenn die Muskulatur im Beckenboden schwächer wird und meist kennt man auch nicht die Gründe. Falsche Körperhaltung wäre da einer. Die Beckenbodenmuskulatur kann geschwächt werden durch Fehlhaltungen oder Dauerbelastung wie zu langes Stehen, krummes Sitzen, schweres Heben und anderes. Meist gehen dem Rückenbeschwerden voran, und wenn diese eintreten dann kann man davon ausgehen, dass auch schon die Beckenbodenmuskulatur geschwächt ist.

Um solche Schäden zu verhindern, ist es wichtig die eigenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen einmal zu prüfen und gegebenenfalls zu verändern.

Achten Sie daher auf richtiges Heben, Tragen, Bücken, aufrechtes Stehen aber auch „dynamisches“ Gehen kann sich positiv auf die Beckenbodenmuskulatur auswirken. Selbst bei alltäglichen Bewegungen wird unsere Beckenbodenmuskulatur geschwächt, so kann zum Beispiel Husten und Niesen auch schädlich sein, denn diese plötzlichen und heftigen Ausbrüche können zu starken Erschütterungen führen und sind durch die starke Druckerhöhung im Bauchraum für den Beckenboden belastend. Am meisten aber sollte man auf seine Haltung achten.

Denn der Beckenboden erfüllt eine Stützfunktion des Körpers und ist somit ständig gefordert und kann mit der Zeit überlastet werden kann. Man kann zusätzlich zu einer beckenschonenden Haltung auch ergänzend noch Beckenbodentraining machen um die Beckenbodenmuskulatur zusätzlich zu kräftigen. Viele Übungen sind einfach auszuführen und nehmen nicht viel Zeit in Anspruch.

Die Bedeutung des Beckenbodens

Der Beckenboden im Mutterleib ist der Ort wo jedes Leben seine erste Entwicklungsstufe durchläuft und woaus es schließlich geboren wird.

Gefühle, Emotionen und sexuelles Empfinden, entwickeln sich nicht, wie unser Verstand, im Kopf, sondern im Bereich des Beckenbodens.

Im Beckenbereich liegen wichtige Energiezentren (Chakras) die den Mensch auf Gefühlsebene steuern. Appetitlosigkeit oder einen Knoten im Magen sind häufige Symptome von emotionalen Stress und werden im Beckenbereich wahrgenommen.

Starke Beckenbodenmuskeln sind wichtig für die Entwicklung einer ausgeglichenen Persönlichkeit. Wenn der Beckenbodenbereich stark ist kann die vitale Energie frei durch die Energiezentren des Körpers fließen, wodurch der Mensch sich in seiner Persönlichkeit ungehemmt entwickeln kann.

Ist der freie Energiefluss im Beckenbereich blockiert wird der Mensch diese Störung auf einer Ebene der Gefühle und Sexualität empfinden und sein Verhalten ist dadurch gestört.

Durch regelmäßiges Beckenbodentraining können energetische wie emotionelle Blockaden gelöst werden und die Persönlichkeit des Menschen kann sich neu entfalten wodurch er sich frei und wohl fühlt.

Beckenbodentraining – Übungen

Im folgenden sind einige Übungen mit denen sie einfach und gezielt ihre Beckenbodenmuskulatur trainieren können.

Bevor man jedoch mit einem gezielten Beckenbodentraining beginnt muss die Beckenbodenmuskulatur entlastet werden , dazu kniet man sich am besten hin und beugt den Oberkörper nach vorn. Die Unterarme sollten auf dem Boden abgestützt sein, der Kopf ruht in den Händen während man die Unterschenkel auf einem Stuhl legt. In dieser Position verharrt man ungefähr 5 Minuten und dann kann man mit den eigentliche Übungen beginnen.

Am effektivsten ist es wenn man gegen einen festen Widerstand übt, dabei wird die Anspannung durch den gezielten Gegendruck erleichtert und ist im Becken gut spürbar. Dazu setzt man sich im Reitersitz am besten auf eine Handtuchrolle oder eine Sofalehne und spannt die Muskeln beim Ausatmen an und beim einatmen entspannt man den Muskel.

Eine weitere Übung ist wenn man mit gegrätschten Unterschenkeln auf dem Boden sitzt und die Hände gegen die Knie drückt. Unter dem Druck versuchen sie dann die Knie wieder auseinander zu machen. Sie werden merken, wie der Muskel anspannt. Im Stehen oder Liegen ist der Beckenbodenmuskel auch trainierbar, dazu kreuzt man die Beine und drückt die Fußkanten aneinander. Machen sie eine dieser Übungen täglich für wenige Minuten um ihren Beckenbodenmuskel zu stärken.